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Fokus Freising 3 | Alexis Dworsky: Mrgari - geo_digitale Steinblüten

Das Projekt »Mrgari - geo_digitale Steinblüten« dokumentiert und (re)konsturiert Strukturen von Trockensteinmauern in Kroatien; mit digitalen Mitteln werden sie transformiert und künstlerisch weitergedacht.

08.07.2023 bis 17.09.2023

Fokus Freising 3 | Alexis Dworsky: Mrgari - geo_digitale Steinblüten

Termine

8. Juli ‒ 17. September 2023: Ausstellung
Öffnungszeiten: Di-Sa 14-19 Uhr, So+Feiertage 10-19 Uhr
Die Ausstellungsräume und das Café sind stufenlos zu erreichen.


Über die Ausstellung

Alexis Dworsky ist ein international bekannter Künstler aus Freising, dessen Projekte mit technischem Know-How, präziser Beobachtungsgabe und viel Humor ein breites Publikum ansprechen und begeistern. Seine neueste Arbeit „Mrgari – geo_digitale Steinblüten“ schöpft aus dieser Vielfalt und ist auch Teil des mehrjährigen internationalen Projekts „Gardening of Soul“ unter der Projektleitung der Universität Usti nad Labem (Tschechische Republik), an der auch der Schafhof teilnimmt.
Die Ausstellung in der Galerie im Erdgeschoss des Kunstforums besteht aus der Kombination verschiedener Kunstmedien: 3D-Druck, Foto, Video, Computeranimation und Text.

„An der kroatischen Küste und auf den Inseln findet man zahlreiche alte Trockensteinmauern, die als Gromača bezeichnet werden. Auf der Insel Krk erwuchsen daraus auffällige „Blüten“ aus Stein, sogenannte Mrgari, in denen Schafe gehalten wurden. Diese Strukturen bestimmten einst die Landschaft, heute verfallen sie zusehends und es ist nur eine Frage der Zeit bis sie ganz verschwinden. Ich nutze daher digitale Technologien, um sie zu dokumentieren, zu konservieren und zu (re)konstruieren, aber auch um sie künstlerisch zu transformieren und weiterzuspinnen. Mittels Photogrammetrie wird ein detailliertes virtuelles  dreidimensionales Modell generiert. In einer Ausstellung lässt es sich per VR durchwandern oder als 3D-Druck in den physischen Raum rücküberführen. Die Struktur der Mauerlandschaften wirkt seltsam organisch, fast so, als wären die Wände gar nicht aufgeschichtet worden, sondern gewachsen. Die Animation, sprich das zum Leben-Erwecken der Steine, macht deren Bewegung augenscheinlich. In einer Ausstellungssituation werden diese Steine gemeinsam mit (Zeitraffer-) Filmen präsentiert.“ (Alexis Dworsky)


Über den Künstler

Alexis Dworsky, geboren 1976, ist Konzeptkünstler und Kulturwissenschaftler. Aus einem Hasenbraten (re)konstruierte er einen Dinosaurier und schrieb hierzu eine Doktorarbeit; in Google Street View fährt er um die Welt und hält darüber Reisevorträge. Er baut Trimm-Dich-Pfade inmitten der Stadt und übersetzt Graffitis für Blinde.

Dworsky lebt und arbeitet in Freising, Linz und unterwegs. Er ist Professor für Mediengestaltung (Lehramt) an der Kunstuniversität Linz.