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Ausstellungen und Begleitveranstaltungen

Forensic Architecture

Die Zerstörung des Jesidischen Kulturerbes - Die internationale Künstlergruppe recherchiert und rekonstruiert mit 3D-Prints, digitalen Simulationen und Videos die zerstörten historischen Tempel der Jesiden im Irak.

05.09.2020 bis 29.11.2020

Forensic Architecture
© Ariel Caine 

Die Zerstörung des Jesidischen Kulturerbes

Termine

5. September‒ 29. November 2020: Ausstellung
Öffnungszeiten:
September-Oktober: Di-Sa 14-19 Uhr, So+Fei 10-19 Uhr
November: Di-Sa 14-18 Uhr, So+Fei 10-19 Uhr
Für Schulklassen und Gruppen ist eine Besichtung auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.
Die Ausstellungsräume und das Café sind barrierefrei zu erreichen.
Der Eintritt in die Ausstellung und zu den Begleitprogrammen ist frei.

4. September, Freitag 19 Uhr: VERNISSAGE
Shuttlebus vom Bhf Freising zum Künstlerhaus: 18.55 Uhr; zurück: ca. 20.45 Uhr

  • Grußwort: Josef Mederer, Bezirkstagspräsident 
  • Einführung: Björn Vedder, Kunstwissenschaftler und Philosoph

10. September, Donnerstag 19 Uhr: [OUTPUT] 017 Kunstdialoge
NUR ONLINE als Live-Stream
Künstlergespräch mit Ariel Caine, Researcher & Projektkoordinator, Forensic Architecture
Gesprächspartner: Björn Vedder
Moderator: Eike Berg, Leiter des Künstlerhauses

17. November, Dienstag 16 Uhr: treffpunkt+kunst
Führung durch die Ausstellung mit Alexandra M. Hoffmann 

 

Forensic Architecture

Forensic Architecture ist eine 2011 gegründete unabhängige Kunst- und Recherchegruppe unter Leitung von Eyal Weizman mit Sitz am Centre for Research Architecture, Goldsmiths, University of London. Seit seiner Gründung 2011 entwickelte der Think Tank die Idee der Counter Forensic gegen seiner Ansicht nach staatliche Desinformationen und setzt diese zunehmend bei Menschenrechtsverletzungen und staatlicher Gewalt in Untersuchungen ein. Dazu werden Bilder, Videos und sonstige Informationen in mühsamer Kleinarbeit zusammengetragen und in Ort und Zeit interdisziplinär modelliert und visualisiert. Die Projekte von Forensic Architecture wurden auf zahlreichen großen Ausstellungen weltweit gezeigt, unter anderem auf der dokumenta 14 in Kassel.

Die Zerstörung des kulturellen Erbes der Yazidi

Die Region Sinjar im Nordirak bildet eine der beiden Kernterritorien der Jesiden, einer religiösen und kulturellen Minderheit, die seit langem im Irak und in Syrien unterdrückt werden. Im August 2014 wurde die Region von Truppen des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) überfallen. Jesidische Dörfer und Städte wurden erobert und zerstört sowie ihre Bewohner massakriert. Religiöse Gebäude und Stätten des jesidischen Kulturerbes wurden gezielt vernichtet. Der IS wurde 2015 aus der Region vertrieben, aber viele der entkommenen Jesiden wohnen noch immer in Flüchtlingslagern im Irak und in Syrien. Sie sind traumatisiert und zögern, zurückzukehren.

Die Ausstellung

Forensic Architecture begann in Zusammenarbeit mit der internationalen ­Jesiden-NGO Yazda, Forscherinnen und Forscher in digitaler Landvermessung, Mapping und Dokumentationstechniken auszubilden, um die Untersuchungen des Genozides zu unterstützen. Teil der Arbeit war die digitale Rekonstruktion von zerstörten historischen Tempeln der Jesiden im Irak. Dieses Projekt und die daraus entstandene Dokumentation wurden künstlerisch gestaltet und aufgearbeitet. Mit Videos, 3D-Prints und -Simulationen sowie Objekten von der Arbeit vor Ort wurde gezeigt, wie Geschichte und Ereignisse mithilfe digitaler Technologie recherchiert und rekonstruiert werden kann.

Öffnungszeiten

Die Ausstellungsräume bleiben voraussichtlich bis 10. Januar 2021 wegen der rechtlichen Beschränkungen geschlossen.

Ausstellungen
Dienstag - Samstag 14 - 19 Uhr
Sonntag + Feiertag
10 - 19 Uhr
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Das Titelbild des Flyers über die Kunstwerke im Skulpturengarten im Außenbereich des Schafhofs - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern zeigt die Skluptur "SpaceSheep" des ungarischen Künstlers Csongor Szigeti, ein silbernes, halb abstraktes Schaf auf einer Wiese.
Flyer über den Skulpturengarten im Außenbereich des Künstlerhauses
Zum Herunterladen: PDF 10 MB

Jahresthema

In jedem Jahr werden mehrere Ausstellungen durch ein Thema in einen Kontext gestellt. Verschiedene Perspektiven auf ein Thema erleichtern den Zugang und steigern Verstehen und Spaß beim Erleben von Kunst.

2020: GESCHICHTE