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60 Jahre - 60 Pläne

Anlässlich des Jubiläums der Studiengänge Landschaftsarchitektur und -planung an der TU München werden 60 Pläne der vergangene 60 Jahre ausgestellt.

14.10.2016 bis 23.10.2016

60 Jahre - 60 Pläne

Termine

14 ‒ 23. Oktober 2016: Ausstellung
Öffnungszeiten: Di-Sa 14-19 Uhr, So+Fei 10-19 Uhr und nach Vereinbarung
Ikon barrierefrei Die Ausstellungsräume und das Café sind barrierefrei zu erreichen.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Symposiums "LANDSCHAFT2056 - Rückblick und Ausblick auf die Zukunft der Landschaft" als Teil des 9. Weihenstaphaner Forums 2016 statt. 

 

Über die Ausstellung 60 Jahre - 60 Pläne 

1956 entstand an der Technischen Hochschule München der Studiengang "Garten- und Landschaftsplanung“. Ziel war es, eine neue Generation von exzellenten Fachleuten für die nachhaltige Gestaltung und Entwicklung der Lebensräume für Mensch und Natur auszubilden. Seither brachte die TU München zahlreiche Landschaftsarchitekten und -planer hervor, die heute viel Verantwortung an Schlüsselpositionen in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft tragen - national und international. Anlässlich des Jubiläums der Studiengänge Landschaftsarchitektur und -planung an der TU München werden 60 Pläne der vergangene 60 Jahre ausgestellt. Sie offenbaren Ideen und Visionen, vermitteln Wissen und Phantasie, propagieren technische Lösungen und ästhetische Gestaltungsansätze, wollen aufklären und dazu anregen, in die Gestaltung zukunftstauglicher Lebensräume für Mensch und Natur zu investieren. 

Landschaftsarchitekten entwickeln und vermitteln ihre Visionen in Plandarstellungen. Das sind ästhetisch-ingenieurtechnisch ausgerichtete Idealbilder, gezeichnet mit dem Ziel, einen Auftraggeber für die Verwirklichung einer Vision zu begeistern und ihn von der technischen Realisierbarkeit einer Idee zu überzeugen. Auch in der ökologisch-naturwissenschaftlich ausgerichteten Landschaftsplanung, die sich infolge der zunehmenden Zerstörung von Natur und Umwelt im vergangenen Jahrhundert immer stärker als bedeutende Planungsdisziplin etablierte, sind Pläne mehr als nur eine grafische Aufarbeitung von Analyseergebnissen zu Aufbau und Funktion einer Landschaft.

Wer Pläne lesen oder sie zur grafischen Kommunikation seiner Ideen nutzen will, muss eine neue Sprache erlernen - die nonverbale Sprache der Pläne. Diese ist ebenso lebendig wie jede andere Fremdsprache, hat eine eigene Struktur, eine eigene Grammatik und wird geprägt von verschiedenartigen Zeichen und Bildern. Seit Einführung der Studienrichtung Landespflege, Garten- und Landschaftsgestaltung an der Technischen Universität München - damals noch „Technische Hochschule München“ - im Jahr 1956, ist die Vermittlung der Sprache der Pläne ein fester Bestandteil der Lehre. Alle seit 1956 berufenen Professorinnen und Professoren haben sich auf ihre Weise dieser Aufgabe gewidmet und prägten teilweise sehr deutlich das gestalterische und forschende Denken und folglich die planerische Handschrift ihrer Studentinnen und Studenten. Für jedes einzelne Jahr seit der Studiengründung zeigt die Ausstellung einen exemplarischen studentischen Entwurfsplan.

Vergleicht man diese Pläne der vergangenen 60 Jahre miteinander, offenbart sich auf den ersten Blick der Einfluss des graphischen und technischen Fortschritts. Wesentlich wichtiger sind jedoch die signifikanten Veränderungen im Verhältnis der Planerinnen und Planer, Entwerferinnen und Entwerfer zu Umwelt und Gesellschaft. Stand Mitte des 20. Jahrhunderts noch die Bearbeitung von überschaubaren Aufgaben, zum Beispiel die ansprechende Gestaltung von Hausgärten und Friedhöfen im Mittelpunkt des Interesses, so sind mittlerweile sehr viel umfangreichere und komplexere städtebauliche und landschaftsplanerische Aufgabenstellungen zu bewältigen: Industriekonversionsprojekte, städtebauliche Transformationen oder die Entwicklung ganzer Kulturlandschaften im regionalen Maßstab, national und international.

Die Rolle der Planer- und Entwerferinnen und ihre Aufgabenstellungen verändern sich ständig, eng gekoppelt an die dynamischen Wandlungsprozesse in der Gesellschaft. Im Hinblick auf zukünftige Fragen der Landschafts- und Siedlungsentwicklung, Mobilität, Demografie, Energie oder Klima wird sich der Trend zu mehr Nichtlinearität, Emergenz und Unvorhersehbarkeit zweifellos fortsetzen. Sofern Pläne auf Papier oder Bildschirm nicht doch noch eines Tages aufgrund technischer Innovationen ihre Bedeutung verlieren, wird sich in ihnen die zunehmende Komplexität aller Lebensbereiche fortwährend widerspiegeln. Visionen einer besseren Welt werden Pläne auch in Zukunft immer bleiben, und das ist gut so.

Eine Ausstellung des Alumni-Club Landschaft der TU München e.V., gefördert von der Allianz Umweltstiftung.


Öffnungszeiten

Ausstellungen
Dienstag - Freitag 14 - 19 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag
10 - 19 Uhr
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Jahresthema

In jedem Jahr werden mehrere Ausstellungen durch ein Thema in einen Kontext gestellt. Verschiedene Perspektiven auf ein Thema erleichtern den Zugang und ­steigern Verstehen und Spaß beim Erleben von Kunst.

2018: EMOTION

Emotion als Thema bietet einen inhaltlichem Zugang zur Kunst, ähnlich wie z.B. Identität (2016) und im Gegensatz zu eher formalen Aspekten z.B. der Themen Illusion (2015) oder Sound (2017). Da der Gesichtspunkt zuallererst ein künstlerischer und nicht ein wissenschaftlicher oder psychologischer ist, liegt der Fokus nicht auf den Gefühlen selbst, sondern auf der Vielfalt künstlerischer Ausdruckmöglichkeiten. Die Bewegung der Gefühle ist dabei eines der stärksten Mittel der Beeinflussung – von der Vermittlung einer Erfahrung reicht das Spektrum bis zur Manipulation des Denkens.. > mehr über das Jahresthema Emotion